Visualisierung des Schlussbilanzkontos im Jahresabschlussprozess 2025
Was ist ein Schlussbilanzkonto?
Das Schlussbilanzkonto ist ein zentrales Element der Buchhaltung, das speziell für den Jahresabschluss verwendet wird. Es fungiert als Sammelbecken für alle Bilanzkonten und ermöglicht deren ordnungsgemäßen Abschluss zum Geschäftsjahresende. Während normale Bilanzkonten das ganze Jahr über bebucht werden, dient das Schlussbilanzkonto ausschließlich der finalen Zusammenfassung aller Vermögenswerte und Schulden.
Die Definition des Schlussbilanzkontos umfasst mehrere wichtige Aspekte: Es ist ein temporäres Hilfskonto, das die Endbestände aller Aktiv- und Passivkonten aufnimmt. Dabei werden die Aktivkonten im Soll des Schlussbilanzkontos erfasst, während die Passivkonten im Haben erscheinen. Diese systematische Erfassung gewährleistet, dass alle Bilanzpositionen korrekt übertragen werden.
Rechtliche Grundlagen und Definition
Das Handelsgesetzbuch (HGB) bildet die rechtliche Grundlage für das Schlussbilanzkonto in Deutschland. Nach § 242 HGB sind Kaufleute verpflichtet, zu Beginn ihres Handelsgewerbes und für den Schluss eines jeden Geschäftsjahres eine Bilanz aufzustellen. Das Schlussbilanzkonto ist dabei ein wesentliches Instrument zur Erfüllung dieser Pflicht.
Die Erklärung der Funktionsweise zeigt, dass das Schlussbilanzkonto als Brücke zwischen der laufenden Buchführung und der finalen Bilanz fungiert. Es sammelt alle Kontensalden und bereitet sie für die Übertragung in die Schlussbilanz vor. Ohne diesen wichtigen Schritt wäre eine ordnungsgemäße Bilanzierung nicht möglich.
| Kontoart | Verwendungszweck | Buchungszeitraum | Rechtliche Basis |
|---|---|---|---|
| Schlussbilanzkonto | Jahresabschluss der Bilanzkonten | Jahresende | § 242 HGB |
| Eröffnungsbilanzkonto | Jahreseröffnung der Bilanzkonten | Jahresbeginn | § 242 HGB |
| GuV-Konto | Erfolgsermittlung | Ganzjährig | § 275 HGB |
Unterschied zwischen Schlussbilanz und Schlussbilanzkonto
Viele Buchhaltungsanfänger verwechseln das Schlussbilanzkonto mit der Schlussbilanz selbst. Der Unterschied ist jedoch fundamental: Das Schlussbilanzkonto ist ein Buchungsinstrument, während die Schlussbilanz das finale Ergebnis darstellt. Das Konto sammelt und organisiert die Daten, die Bilanz präsentiert sie in strukturierter Form.
Das Schlussbilanzkonto buchen erfolgt durch systematische Übertragung aller Bilanzkonten. Aktivkonten werden mit „Schlussbilanzkonto an Konto“ abgeschlossen, Passivkonten mit „Konto an Schlussbilanzkonto“. Diese Buchungstechnik gewährleistet, dass alle Bestände korrekt erfasst werden.
Warum ist das Schlussbilanzkonto wichtig?
Die Bedeutung des Schlussbilanzkontos erstreckt sich weit über die reine Buchungstechnik hinaus. Es ist das Fundament für eine ordnungsgemäße Bilanzierung und hat direkten Einfluss auf die steuerliche Behandlung des Unternehmens. Ohne ein korrekt geführtes Schlussbilanzkonto können weder die Bilanz noch die Steuererklärung ordnungsgemäß erstellt werden.
Das Schlussbilanzkonto in der Buchführung dient als Qualitätskontrolle für die gesamte Buchhaltung. Wenn sich das Konto nicht ausgleichen lässt, deutet dies auf Fehler in der laufenden Buchführung hin. Diese Kontrollfunktion macht es zu einem unverzichtbaren Instrument für die Buchhalter.

Zusammenhang mit der Steuerbilanz
Das Schlussbilanzkonto Steuer ist ein wichtiger Aspekt, da es die Grundlage für die steuerliche Gewinnermittlung bildet. Die im Schlussbilanzkonto erfassten Werte fließen direkt in die Steuerbilanz ein und beeinflussen somit die Höhe der zu zahlenden Steuern. Fehler im Schlussbilanzkonto können daher zu Steuernachzahlungen oder -erstattungen führen.
Die steuerliche Bedeutung zeigt sich besonders bei der Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden. Das Schlussbilanzkonto muss alle steuerlich relevanten Positionen korrekt erfassen, um eine ordnungsgemäße Steuererklärung zu ermöglichen. Dabei sind sowohl handelsrechtliche als auch steuerrechtliche Vorschriften zu beachten.
Einfluss auf die Gewinn- und Verlustrechnung
Obwohl das Schlussbilanzkonto primär für Bilanzkonten verwendet wird, hat es auch Auswirkungen auf die GuV. Der Jahresüberschuss oder -fehlbetrag aus der GuV wird über das Eigenkapitalkonto in das Schlussbilanzkonto übertragen. Diese Verbindung zeigt die enge Verzahnung aller Abschlusselemente.
Das Schlussbilanzkonto und GuV arbeiten zusammen, um ein vollständiges Bild der Unternehmenslage zu vermitteln. Während die GuV den Erfolg des Geschäftsjahres zeigt, dokumentiert das Schlussbilanzkonto die daraus resultierenden Vermögensveränderungen.
Wie erstelle ich ein Schlussbilanzkonto?
Die Erstellung eines Schlussbilanzkontos erfordert systematisches Vorgehen und gründliche Vorbereitung. Der Prozess beginnt mit der Sammlung aller Kontensalden und endet mit der ausgeglichenen Übertragung in die Bilanz. Dabei ist besondere Sorgfalt geboten, da Fehler in diesem Stadium schwerwiegende Auswirkungen haben können.
Das Schlussbilanzkonto erstellen gliedert sich in mehrere aufeinander aufbauende Schritte. Zunächst müssen alle Bilanzkonten identifiziert und deren Endbestände ermittelt werden. Anschließend erfolgt die systematische Übertragung dieser Salden auf das Schlussbilanzkonto unter Beachtung der korrekten Buchungsrichtung.
Schritt-für-Schritt Anleitung
Der erste Schritt beim Erstellen eines Schlussbilanzkontos ist die Vorbereitung einer vollständigen Kontenliste. Diese sollte alle Aktiv- und Passivkonten des Unternehmens enthalten, geordnet nach dem verwendeten Kontenrahmen. Dabei ist darauf zu achten, dass keine Konten übersehen werden.
Im zweiten Schritt werden die Salden aller Aktivkonten ermittelt und im Soll des Schlussbilanzkontos erfasst. Dazu gehören Anlagevermögen, Umlaufvermögen und aktive Rechnungsabgrenzungsposten. Jeder Saldo muss einzeln und präzise übertragen werden.
Der dritte Schritt umfasst die Erfassung aller Passivkonten im Haben des Schlussbilanzkontos. Hierzu zählen Eigenkapital, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungsposten. Auch hier ist Genauigkeit oberstes Gebot.
Im vierten und letzten Schritt wird geprüft, ob das Schlussbilanzkonto ausgeglichen ist. Die Summe der Sollbuchungen muss der Summe der Habenbuchungen entsprechen. Ist dies nicht der Fall, müssen die Buchungen überprüft und korrigiert werden.
Praktische Buchungsbeispiele
Ein typisches Beispiel für die Buchung im Schlussbilanzkonto ist die Übertragung des Kassenbestands. Angenommen, der Kassenbestand beträgt 5.000 Euro, dann lautet der Buchungssatz: „Schlussbilanzkonto 5.000 Euro an Kasse 5.000 Euro“. Diese Buchung schließt das Kassenkonto ab und überträgt den Bestand.
Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 15.000 Euro lautet der Buchungssatz: „Verbindlichkeiten aus L+L 15.000 Euro an Schlussbilanzkonto 15.000 Euro“. Diese Buchung erfasst die Schulden im Haben des Schlussbilanzkontos.
| Kontoart | Buchungssatz | Erklärung |
|---|---|---|
| Aktivkonto | Schlussbilanzkonto an Aktivkonto | Übertragung des Aktivsaldos |
| Passivkonto | Passivkonto an Schlussbilanzkonto | Übertragung des Passivsaldos |
| Eigenkapital | Eigenkapital an Schlussbilanzkonto | Erfassung des Eigenkapitals |
Kosten für die Erstellung
Die Schlussbilanzkonto erstellen Kosten variieren je nach gewähltem Ansatz erheblich. Bei eigenständiger Erstellung mit Excel oder kostenlosen Vorlagen entstehen nur Zeitkosten. Professionelle Buchhaltungssoftware kostet zwischen 10 und 100 Euro monatlich, abhängig von Funktionsumfang und Unternehmensgröße.
Externe Dienstleister berechnen für die Erstellung eines Schlussbilanzkontos im Rahmen des Jahresabschlusses zwischen 300 und 2.000 Euro. Diese Kosten hängen von der Komplexität des Unternehmens und dem Umfang der benötigten Leistungen ab. Für kleinere Unternehmen kann die Investition in Software langfristig kostengünstiger sein.
Das Schlussbilanzkonto in der Buchhaltung
Das Schlussbilanzkonto Buchhaltung ist fest in die Struktur der doppelten Buchführung integriert. Es bildet das Bindeglied zwischen der laufenden Buchführung während des Geschäftsjahres und dem formellen Jahresabschluss. Diese Integration macht es zu einem unverzichtbaren Bestandteil jeder ordnungsgemäßen Buchhaltung.
In der praktischen Anwendung zeigt sich die Bedeutung des Schlussbilanzkontos in der Buchführung besonders deutlich. Es strukturiert den Abschlussprozess und stellt sicher, dass alle Bilanzpositionen systematisch erfasst werden. Ohne dieses Konto wäre eine nachvollziehbare und prüfbare Bilanzierung nicht möglich.
Integration in den Kontenrahmen
Im Kontenrahmen SKR04 ist das Schlussbilanzkonto typischerweise unter der Nummer 9000 zu finden, während es im SKR03 die Nummer 1890 trägt. Diese standardisierte Zuordnung erleichtert die Arbeit von Buchhaltern und Steuerberatern, da sie wissen, wo sie das Konto finden.
Das Schlussbilanzkonto im SKR04 und SKR03 folgt den gleichen Grundprinzipien, unterscheidet sich jedoch in der Kontonummerierung und teilweise in der Strukturierung. Beide Kontenrahmen sind in Deutschland weit verbreitet und bieten eine solide Grundlage für die Buchführung.
Verbindung mit anderen Abschlusskonten
Das Schlussbilanzkonto arbeitet eng mit anderen Abschlusskonten zusammen, insbesondere mit dem GuV-Konto und dem Eigenkapitalkonto. Der Jahresüberschuss oder -fehlbetrag aus der GuV wird über das Eigenkapitalkonto in das Schlussbilanzkonto übertragen, wodurch sich der Kreis schließt.
Diese Vernetzung der Abschlusskonten gewährleistet, dass alle Geschäftsvorfälle des Jahres korrekt erfasst und in der Bilanz abgebildet werden. Das Schlussbilanzkonto fungiert dabei als zentrale Sammelstelle für alle Bilanzpositionen.
Software für das Schlussbilanzkonto
Moderne Schlussbilanzkonto Software hat die Erstellung und Verwaltung erheblich vereinfacht. Diese Programme automatisieren viele Arbeitsschritte und reduzieren das Fehlerrisiko deutlich. Für Unternehmen jeder Größe gibt es passende Softwarelösungen, die den Jahresabschluss effizienter gestalten.
Die Auswahl der richtigen Software hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Unternehmensgröße, Branche und spezifische Anforderungen. Während kleine Unternehmen oft mit einfachen Lösungen auskommen, benötigen größere Betriebe umfangreichere Funktionen und Integrationsmöglichkeiten.

Vergleich verschiedener Softwarelösungen
Lexware Buchhaltung bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche und ist besonders für kleine und mittlere Unternehmen geeignet. Die Software automatisiert die Erstellung des Schlussbilanzkontos und bietet umfangreiche Auswertungsmöglichkeiten. Die Kosten liegen bei etwa 20 bis 50 Euro monatlich.
DATEV ist der Marktführer im Bereich professioneller Buchhaltungssoftware und wird hauptsächlich von Steuerberatern und größeren Unternehmen eingesetzt. Die Software bietet umfangreiche Funktionen für das Schlussbilanzkonto und kostet zwischen 50 und 200 Euro monatlich.
Cloud-basierte Lösungen wie sevDesk oder Billomat gewinnen zunehmend an Bedeutung. Sie bieten Flexibilität und sind von überall zugänglich. Die Kosten variieren zwischen 10 und 100 Euro monatlich, abhängig vom Funktionsumfang.
| Software | Zielgruppe | Monatliche Kosten | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Lexware | KMU | 20-50 € | Benutzerfreundlich |
| DATEV | Steuerberater, Große Unternehmen | 50-200 € | Professionelle Funktionen |
| sevDesk | Kleinunternehmen | 10-30 € | Cloud-basiert |
| SAP | Konzerne | 100+ € | Umfassende Integration |
Automatisierung und Effizienzsteigerung
Moderne Software automatisiert die Buchung im Schlussbilanzkonto weitgehend. Am Jahresende werden alle Kontensalden automatisch übertragen und das Schlussbilanzkonto ausgeglichen. Diese Automatisierung spart Zeit und reduziert Fehler erheblich.
Die Integration in bestehende ERP-Systeme ermöglicht einen nahtlosen Datenfluss zwischen verschiedenen Unternehmensbereichen. Dadurch werden Doppelerfassungen vermieden und die Datenqualität verbessert. Viele Unternehmen berichten von Zeitersparnissen von 50 bis 70 Prozent bei der Jahresabschlusserstellung.
Rechtliche Vorgaben und Compliance
Die rechtlichen Vorgaben für das Schlussbilanzkonto sind im Handelsgesetzbuch klar definiert. Unternehmen müssen diese Vorschriften einhalten, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden. Die Einhaltung der Compliance-Anforderungen ist daher von größter Bedeutung.
Neben den handelsrechtlichen Vorschriften müssen auch steuerrechtliche Bestimmungen beachtet werden. Diese können von den handelsrechtlichen Regelungen abweichen, weshalb oft separate Aufzeichnungen erforderlich sind. Die Komplexität der rechtlichen Anforderungen macht professionelle Unterstützung oft unverzichtbar.
Prüfungsanforderungen und Dokumentation
Das Schlussbilanzkonto muss vollständig dokumentiert und nachvollziehbar sein. Wirtschaftsprüfer und Steuerprüfer legen besonderen Wert auf die ordnungsgemäße Führung dieses Kontos. Alle Buchungen müssen belegt und die Übertragung der Salden nachweisbar sein.
Die Aufbewahrungspflicht für Unterlagen zum Schlussbilanzkonto beträgt zehn Jahre. In dieser Zeit müssen alle relevanten Dokumente verfügbar und lesbar sein. Digitale Aufbewahrung ist zulässig, muss aber den Grundsätzen ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme entsprechen.
Häufige Compliance-Fehler
Ein häufiger Fehler ist die unvollständige Erfassung von Bilanzpositionen im Schlussbilanzkonto. Werden Konten übersehen oder falsch übertragen, kann dies zu erheblichen rechtlichen Problemen führen. Regelmäßige Kontrollen und Vier-Augen-Prinzip helfen, solche Fehler zu vermeiden.
Falsche Bewertungen von Vermögensgegenständen und Schulden sind ein weiterer kritischer Punkt. Das Schlussbilanzkonto muss die korrekten Werte enthalten, da es die Grundlage für Bilanz und Steuererklärung bildet. Bewertungsfehler können zu Steuernachzahlungen und Bußgeldern führen.
Branchenspezifische Besonderheiten
Je nach Branche gibt es spezifische Anforderungen an das Schlussbilanzkonto, die über die allgemeinen Vorschriften hinausgehen. Handelsunternehmen müssen beispielsweise besondere Aufmerksamkeit auf die Bewertung ihrer Warenbestände legen, während Produktionsunternehmen komplexe Anlagenbuchhaltung berücksichtigen müssen.
Dienstleistungsunternehmen haben oft weniger materielle Vermögenswerte, dafür aber umfangreiche Forderungen und immaterielle Wirtschaftsgüter zu berücksichtigen. Diese branchenspezifischen Unterschiede spiegeln sich auch im Schlussbilanzkonto wider.
Besonderheiten im Handel
Handelsunternehmen müssen bei der Erstellung des Schlussbilanzkontos besondere Aufmerksamkeit auf ihre Warenbestände legen. Diese müssen zum Jahresende inventarisiert und bewertet werden. Dabei sind sowohl das Niederstwertprinzip als auch steuerliche Bewertungsvorschriften zu beachten.
Saisonale Schwankungen im Warenbestand erfordern oft spezielle Buchungstechniken. Das Schlussbilanzkonto muss diese Besonderheiten korrekt abbilden, um ein realistisches Bild der Vermögenslage zu vermitteln.
Besonderheiten in der Industrie
Industrieunternehmen haben oft umfangreiche Anlagevermögen, die im Schlussbilanzkonto korrekt erfasst werden müssen. Dabei sind Abschreibungen, Zuschreibungen und Wertminderungen zu berücksichtigen. Die Komplexität der Anlagenbuchhaltung macht oft spezialisierte Software erforderlich.
Unfertige Erzeugnisse und Halbfabrikate müssen ebenfalls korrekt bewertet und im Schlussbilanzkonto erfasst werden. Diese Bewertung erfordert oft technisches Know-how und enge Zusammenarbeit zwischen Buchhaltung und Produktion.
Digitalisierung und Zukunftstrends
Die Digitalisierung hat die Arbeit mit dem Schlussbilanzkonto grundlegend verändert. Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen unterstützen zunehmend bei der automatischen Kontenzuordnung und Fehlererkennung. Diese Technologien machen die Buchhaltung effizienter und reduzieren das Risiko menschlicher Fehler.
Cloud-Computing ermöglicht es, das Schlussbilanzkonto von überall aus zu bearbeiten und mit anderen Systemen zu verknüpfen. Diese Flexibilität ist besonders für Unternehmen mit mehreren Standorten oder Remote-Arbeitsplätzen von Vorteil.
Automatisierung und KI
Moderne Buchhaltungssoftware nutzt KI-Algorithmen, um Buchungsmuster zu erkennen und Vorschläge für die Kontenzuordnung zu machen. Diese Technologie lernt aus vergangenen Buchungen und wird mit der Zeit immer präziser. Dadurch reduziert sich der manuelle Aufwand bei der Erstellung des Schlussbilanzkontos erheblich.
Predictive Analytics helfen dabei, potenzielle Probleme im Schlussbilanzkonto frühzeitig zu erkennen. Die Software kann warnen, wenn Unregelmäßigkeiten auftreten oder wenn Konten nicht ausgeglichen sind. Diese proaktive Fehlererkennung verbessert die Qualität der Buchhaltung.
Blockchain und Transparenz
Blockchain-Technologie könnte in Zukunft für mehr Transparenz und Unveränderlichkeit bei der Führung des Schlussbilanzkontos sorgen. Jede Buchung würde in der Blockchain gespeichert und wäre damit nachträglich nicht mehr veränderbar. Dies würde das Vertrauen in die Buchhaltung stärken und Manipulationen verhindern.
Smart Contracts könnten automatisch bestimmte Buchungen auslösen, wenn vordefinierte Bedingungen erfüllt sind. Dies würde den Automatisierungsgrad weiter erhöhen und menschliche Eingriffe minimieren.
Häufig gestellte Fragen zum Schlussbilanzkonto
Was ist ein Schlussbilanzkonto?
Ein Schlussbilanzkonto ist ein spezielles Abschlusskonto in der Buchhaltung, das am Ende des Geschäftsjahres alle Bilanzkonten zusammenfasst und abschließt. Es dient als Grundlage für die Erstellung der Schlussbilanz und erfasst alle Vermögenswerte (Aktiva) und Schulden (Passiva) des Unternehmens.
Wie funktioniert ein Schlussbilanzkonto?
Das Schlussbilanzkonto funktioniert durch systematische Übertragung aller Bilanzkonten. Aktivkonten werden im Soll des Schlussbilanzkontos erfasst, Passivkonten im Haben. Nach vollständiger Übertragung aller Kontensalden muss das Schlussbilanzkonto ausgeglichen sein (Soll = Haben).
Warum ist das Schlussbilanzkonto wichtig?
Das Schlussbilanzkonto ist wichtig, weil es die ordnungsgemäße Erstellung der Bilanz ermöglicht und rechtlich vorgeschrieben ist. Es dient als Kontrollinstrument für die Buchhaltung und bildet die Grundlage für Steuererklärung und Jahresabschluss.
Wie erstelle ich ein Schlussbilanzkonto?
Zur Erstellung sammeln Sie zunächst alle Kontensalden der Bilanzkonten. Dann übertragen Sie Aktivkonten ins Soll und Passivkonten ins Haben des Schlussbilanzkontos. Abschließend prüfen Sie, ob das Konto ausgeglichen ist. Moderne Buchhaltungssoftware automatisiert diesen Prozess.
Was kostet die Erstellung eines Schlussbilanzkontos?
Die Kosten variieren je nach Methode: Eigenständige Erstellung mit Excel ist kostenlos, Buchhaltungssoftware kostet 10-100 Euro monatlich, externe Dienstleister berechnen 300-2.000 Euro für den kompletten Jahresabschluss.
Welche Software kann für das Schlussbilanzkonto genutzt werden?
Beliebte Softwarelösungen sind Lexware (für KMU), DATEV (für Steuerberater), sevDesk (cloud-basiert) und SAP (für Konzerne). Die Wahl hängt von Unternehmensgröße und Anforderungen ab.
Wie verbinde ich das Schlussbilanzkonto mit anderen Konten?
Das Schlussbilanzkonto ist mit allen Bilanzkonten verbunden und nimmt deren Salden auf. Es arbeitet auch mit der GuV zusammen, da der Jahresüberschuss über das Eigenkapitalkonto ins Schlussbilanzkonto fließt.
Was sind die häufigsten Fehler bei Schlussbilanzkonten?
Häufige Fehler sind unvollständige Kontenlisten, falsche Buchungsrichtungen, übersehene Konten, fehlerhafte Bewertungen und nicht ausgeglichene Konten. Systematisches Vorgehen und Software-Unterstützung helfen, diese Fehler zu vermeiden.
Wie lange dauert die Erstellung eines Schlussbilanzkontos?
Die Dauer hängt von Unternehmensgröße und verwendeten Tools ab. Mit Software dauert es wenige Stunden, manuell mehrere Tage. Vorbereitung und Datenqualität beeinflussen die Bearbeitungszeit erheblich.
Welche rechtlichen Vorgaben gibt es für Schlussbilanzkonten?
Das HGB (§ 242) schreibt die Erstellung vor. Es gelten Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, Vollständigkeits- und Richtigkeitsgrundsatz sowie Aufbewahrungspflichten von 10 Jahren. Steuerrechtliche Vorschriften sind zusätzlich zu beachten.
Fazit und Ausblick
Das Schlussbilanzkonto bleibt auch 2025 ein fundamentales Element der ordnungsgemäßen Buchführung. Seine Bedeutung wird durch die zunehmende Digitalisierung nicht geschmälert, sondern durch moderne Technologien unterstützt und effizienter gestaltet. Unternehmen, die das Schlussbilanzkonto korrekt führen, schaffen eine solide Basis für ihre Finanzberichterstattung und erfüllen gleichzeitig alle rechtlichen Anforderungen.
Die Investition in professionelle Software für das Schlussbilanzkonto zahlt sich langfristig aus, da sie Zeit spart, Fehler reduziert und die Compliance sicherstellt. Dabei sollten Unternehmen nicht nur auf die aktuellen Bedürfnisse achten, sondern auch zukünftige Entwicklungen und Wachstum berücksichtigen.
Für Unternehmer und Buchhalter ist es wichtig, sich kontinuierlich über Neuerungen in der Gesetzgebung und Technologie zu informieren. Das Schlussbilanzkonto wird auch in Zukunft eine zentrale Rolle spielen, jedoch werden sich die Methoden und Tools zu seiner Erstellung weiterentwickeln. Wer frühzeitig auf moderne Lösungen setzt, verschafft sich einen Wettbewerbsvorteil und ist für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet.
